Immobilienkauf in Griechenland: Welche Kosten kommen auf Sie zu?
Wichtige Ausgaben im Überblick
Nicht die Immobilie wird teuer, sondern das, was Sie nicht einplanen.
Viele Käufer konzentrieren sich auf den Kaufpreis - und unterschätzen dabei die tatsächlichen Gesamtkosten. Genau das führt in der Praxis häufig dazu, dass Budgets nicht ausreichen oder Entscheidungen unter Druck getroffen werden müssen.
Besser:
Von Anfang an realistisch kalkulieren und unerwartete Ausgaben mit einplanen - so bleiben Sie flexibel und treffen bessere Entscheidungen.
Ich zeige Ihnen, mit welchen Kosten Sie beim Immobilienkauf in Griechenland rechnen sollten, damit Sie ein realistisches Budget erstellen können.
1. Der Kaufpreis- die Basis Ihrer Investition
Der Kaufpreis ist der größte Posten und hängt stark von Lage, Größe und Zustand der Immobilie ab.
Wichtig ist jedoch:
Der Kaufpreis bildet nur die Grundlage - nicht die Gesamtkosten.
Nebenkosten, mögliche Renovierungen und laufende Ausgaben sollten von Anfang an berücksichtigt werden, um ein realistisches Gesamtbild zu erhalten.
2. Einmalige Kaufnebenkosten
Beim Immobilienkauf in Griechenland fallen verschiedene einmalige Nebenkosten an, die oft unterschätzt werden.
Dazu gehören unter anderem:
Grunderwerbsteuer
- ca. 3,09 % des Kaufpreises oder des behördlich festgelegten Wertes, falls dieser höher ist.
- Fällig vor der notariellen Beurkundung
- Hinweis: Ohne Nachweis der Steuerzahlung kann der Kaufvertrag nicht abgeschlossen werden.
Notarkosten
- ca. 1-2 % des Kaufpreises (zzgl. MwSt.)
- Der Notar übernimmt die Beurkundung und sorgt für die Rechtsgültigkeit der Transaktion.
Anwaltskosten
- meist 1-2 % des Kaufpreises (zzgl. MwSt.)
- Viele Käufer ziehen Anwälte hinzu, um Eigentumsverhältnisse, Belastungen und Verträge prüfen zu lassen.
Maklergebühren
- ab 2% des Kaufpreises (zzgl. MwSt.)
- Der Makler unterstützt Sie bei Suche, Bewertung, Verhandlung und professioneller Abwicklung.
Grundbucheintragung
- etwa 0,5-1 % des Kaufpreises
- Notwendig für die offizielle Eigentumsübertragung im Ktimatologio (Grundbuch)
Sonstige Kosten
- Bauingenieur - je nach Umfang der technischen Prüfung
- Übersetzungen, Vollmachten oder Beglaubigungen je nach Aufwand bzw. Umfang der Dokumente
Die einmaligen Nebenkosten betragen in der Regel ca. 10-15 % des Kaufpreises - abhängig von Objekt, Region und beteiligten Dienstleistern.
3. Renovierungskosten
Gerade ältere Immobilien - insbesondere auf Inseln oder in ländlichen Regionen - erfordern häufig Renovierungen oder Modernisierungen.
Die tatsächlichen Kosten hängen stark ab von:
- Zustand der Immobilie
- gewünschtem Ausstattungsstandard
- Materialwahl
- Handwerkerpreisen
Eine realistische Einschätzung im Vorfeld hilft Ihnen, spätere Überraschungen zu vermeiden und Ihr Budget besser zu planen.
4. Laufende Kosten
Auch wenn laufende Kosten nicht direkt in Ihr Kaufbudget einfließen, gehören sie in die langfristige Finanzplanung. So erkennen Sie frühzeitig, ob die Immobilie dauerhaft zu Ihrem finanziellen Rahmen passt.
Die laufenden Kosten variieren je nach Immobilie, Lage und Nutzung.
Wichtige Posten sind unter anderem:
- Grundsteuer (ENFIA)
- kommunale Abgaben und Gebühren
- Strom, Wasser und Internet
- Versicherungen
- Hausverwaltung oder Gemeinschaftskosten
- Instandhaltung und Reparaturen
- ggf. Steuerberater
- ggf. Steuern auf Mieteinnahmen
Viele Experten empfehlen, jährlich etwa 2-5 % des Kaufpreises für laufende Kosten und Rücklagen einzuplanen.
5. Finanzierungs- und Währungskosten
Wenn Sie den Kauf nicht vollständig aus Eigenmitteln finanzieren, entstehen womöglich zusätzliche Kosten.
Dazu zählen:
- Bankgebühren
- Zinskosten
- mögliche Währungsunterschiede
Auch diese Faktoren sollten frühzeitig in Ihre Planung einbezogen werden, um Ihr Budget nicht zu unterschätzen.
Fazit: Immobilienkauf Griechenland - Kosten realistisch planen
Nicht der Kaufpreis allein ist entscheidend - sondern die Gesamtkosten. Wer alle Ausgaben im Blick hat, kann sein Budget realistisch planen und finanzielle Risiken vermeiden.
So schaffen Sie eine solide finanzielle Grundlage für Ihren Kauf:
- Alle bekannten Kosten systematisch erfassen
- Kaufpreis, Kaufnebenkosten und Renovierungskosten ins Budget einplanen
- Einen Puffer für unerwartete Ausgaben dazurechnen (z.B. 10-15 %)
- Laufende Kosten für die langfristige Finanzplanung berücksichtigen
- Finanzierung frühzeitig klären
- Mit erfahrenen Partnern zusammenarbeiten
Ihr nächster Schritt
Sie wissen nun, welche wichtigen Kosten auf Sie zukommen und wie Sie Ihr Budget realistisch kalkulieren.
Starten Sie jetzt gut vorbereitet:
Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Situation prüfen und die nächsten Schritte planen.

An Ihrer Seite - von Anfang an
Annalena Bellemann
Real Partner Greece
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Die Inhalte dieses Artikels wurden sorgfältig recherchiert und dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Trotz größter Sorgfalt kann keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit übernommen werden. Der Beitrag ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder finanzielle Beratung. Für konkrete rechtliche, steuerliche oder finanzielle Fragen sollten Käufer stets die Expertise von Fachleuten wie Notaren, Anwälten, Steuerberatern oder Finanzberatern in Anspruch nehmen.